Satzung

SATZUNG DER LANDSMANNSCHAFT SCHLESIEN
NIEDERUND OBERSCHLESIEN e.V.

§ 1 (Name und Auf­gabe)

  1. Die Lands­mann­schaft Schle­sien — Nie­der– und Ober­schle­sien — in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land, han­delt in der Ver­ant­wor­tung für Schle­sien und die Schlesier.
  2. Die Lands­mann­schaft Schle­sien tritt ein für die Frei­heit der Hei­mat in einem freien Europa der Vater­län­der auf­grund des Selbst­be­stim­mungs­rech­tes und für das Recht auf die Hei­mat. Sie bekennt sich zur Charta der deut­schen Hei­mat­ver­trie­be­nen vom 5.8.1950.
  3. Sie for­dert die Gewäh­rung der Men­schen­rechte in dem Bewusst­sein, dass ein fried­li­ches, men­schen­wür­di­ges Zusam­men­le­ben der Staa­ten, Völ­ker und Volks­grup­pen nur auf dem Boden des Rechts und der geschicht­li­chen Wahr­heit mög­lich ist. Ihre Auf­gabe ist es des­halb, über die Ver­bre­chen der Ver­trei­bung aufzuklären.
  4. Sie kämpft für die welt­weite Äch­tung des Ver­bre­chens der Vertreibungen.
  5. Sie hat die Auf­gabe, die Wie­der­gut­ma­chung aller im Zusam­men­hang mit dem Ver­bre­chen der Ver­trei­bung ste­hen­den rechts­wid­ri­gen Hand­lun­gen auf der Basis eines gerech­ten Aus­gleichs einzufordern.
  6. Sie för­dert die poli­ti­schen, wirt­schaft­li­chen, kul­tu­rel­len und sozia­len Inter­es­sen Schle­si­ens und der Schle­sier und pflegt die Werte schle­si­scher Über­lie­fe­rung und Geschichte, um diese an die kom­men­den Gene­ra­tio­nen weiterzugeben.
  7. Sie unter­stützt Ver­ei­ni­gun­gen, Orga­ni­sa­tio­nen und Stif­tun­gen, die für Schle­sien tätig sind.

§ 2 (Sitz)

Die Lands­mann­schaft Schle­sien — Nie­der– und Ober­schle­sien — hat ihren Sitz in Königs­win­ter. Sie ist im Ver­eins­re­gis­ter des Amts­ge­richts Königs­win­ter ein­ge­tra­gen (VR 629).

§ 3 (Geschäfts­jahr)

Das Geschäfts­jahr ist das Kalenderjahr.

§ 4 (Mit­glied­schaft)

  1. Ordent­li­che Mit­glie­der sind die Lan­des­grup­pen der Lands­mann­schaft    Schle­sien — Nie­der– und Ober­schle­sien — e.V. Sie fas­sen die schle­si­schen Grup­pen in den Län­dern der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land zusam­men. Über die Auf­nahme von Ein­zel­per­so­nen bei der Bun­des­lands­mann­schat ent­schei­det der geschäfts­füh­rende Bun­des­vor­stand und setzt den Bei­trag fest.
  2. Kor­po­ra­tive Mit­glie­der sind ein­ge­tra­gene und nicht ein­ge­tra­gene Ver­eine, wel­che kei­ner Lan­des­gruppe ange­hö­ren und
    – die Auf­ga­ben der Lands­mann­schaft Schle­sien unter­stüt­zen,
    – sich zu regel­mä­ßi­ger Bei­trags­zah­lung an die Lands­mann­schaft Schle­sien ver­pflich­ten und
    – nach Antrag als kor­po­ra­tive Mit­glie­der auf­ge­nom­men werden.
  3. För­dernde Mit­glie­der sind Ein­zel­per­so­nen, ein­ge­tra­gene und nicht  ein­ge­tra­gene Ver­eine, wel­che
    – die Lands­mann­schaft Schle­sien durch fort­lau­fende finan­zi­elle Zuwen­dun­gen und/oder Sach– bzw. Dienst­leis­tun­gen unter­stüt­zen und
    – nach Antrag als för­dernde Mit­glie­der auf­ge­nom­men werden.
  4. Ehren­mit­glie­der sind Ein­zel­per­so­nen, wel­che
    – sich beson­dere Ver­dienste um Schle­sien und die Lands­mann­schaft Schle­sien erwor­ben haben und
    – auf Vor­schlag des Bun­des­vor­stands durch die Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung — Schle­si­sche Lan­des­ver­tre­tung — zum Ehren­mit­glied ernannt wur­den.
    – Ihre Zahl soll jeweils fünf Per­so­nen nicht überschreiten.
  5. Aus­wär­tige Mit­glie­der sind Ver­eine, wel­che ihren Sitz außer­halb der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land haben. Sie kön­nen nach den Bestim­mun­gen von Absatz 2 die Mit­glied­schaft in der Lands­mann­schaft Schle­sien erwerben.

§ 5 (Erlö­schen der Mit­glied­schaft)

Die Mit­glied­schaft erlischt durch Aus­tritt oder Ausschluss.

a) Der Aus­tritt aus der Lands­mann­schaft Schle­sien — Nie­der– und Ober­schle­sien —  ist nur zum Schluss eines Geschäfts­jah­res zuläs­sig. Er ist dem Bun­des­vor­stand durch ein­ge­schrie­be­nen Brief zu erklä­ren, und zwar spä­tes­tens am 3. Werk­tag des letz­ten Quar­tals. Der Post­stem­pel des Ein­schreib­brie­fes ist für die Berech­nung der Frist maßgeblich.

b) Ver­stößt ein Mit­glied gröb­lich gegen die Sat­zung, ins­be­son­dere gegen § 1 oder gegen Beschlüsse der Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung — Schle­si­sche Lan­des­ver­tre­tung -, so kann es aus­ge­schlos­sen wer­den. Die Aus­schlie­ßung erfolgt nach vor­he­ri­ger Anhö­rung des Mit­glie­des durch Beschluss des Bun­des­vor­stan­des. Hierzu ist eine Mehr­heit von zwei Drit­teln erfor­der­lich. Er ist dem Mit­glied durch ein­ge­schrie­be­nen Brief mit Begrün­dung zuzu­stel­len. Das aus­ge­schlos­sene Mit­glied kann die Aus­schlie­ßung bin­nen einer Frist von einem Monat nach Zustel­lung des Aus­schlie­ßungs­be­schlus­ses schrift­lich bei dem Bun­des­vor­stand anfech­ten. Über die Anfech­tung ent­schei­det die Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung — Schle­si­sche Landesvertretung -.

§ 6 (Bei­träge)

  1. Bei­trags­pflicht
    Ordent­li­che, kor­po­ra­tive und för­dernde Mit­glie­der ent­rich­ten Bei­träge nach der Bei­trags­ord­nung. Ehren­mit­glie­der sind beitragsfrei.
  2. Bei­trags­ord­nung
    Die Bei­trags­ord­nung regelt die Bei­trags­pflicht. Sie wird durch die Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung — Schle­si­sche Lan­des­ver­tre­tung — beschlossen.

§ 7 (Organe)

Organe der Bun­des­lands­mann­schaft sind:

a) die Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung — Schle­si­sche Lan­des­ver­tre­tung -,
b) der Bun­des­vor­stand,
c) der geschäfts­füh­rende Bundesvorstand.

§ 8 (Die Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung — Schle­si­sche Lan­des­ver­tre­tung -)

Die Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung — Schle­si­sche Lan­des­ver­tre­tung — ist das oberste Organ der Lands­mann­schaft. Ihre Beschlüsse sind für sämt­li­che Mit­glie­der bindend.

§ 9 (Dele­gierte)

Der Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung — Schle­si­sche Lan­des­ver­tre­tung — gehö­ren an:

  1. die Dele­gier­ten der ordent­li­chen Mitglieder,
  2. der Bundesvorstand,
  3. die Dele­gier­ten der kor­po­ra­ti­ven Mitglieder,
  4. Abge­ord­nete des Deut­schen Bun­des­ta­ges und der Lan­des­par­la­mente, die Mit­glie­der der Lands­mann­schaft Schle­sien sind, sich zu deren Auf­ga­ben beken­nen und zur Mit­ar­beit in der Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung — Schle­si­sche Lan­des­ver­tre­tung — bereit sind und Ehrenmitglieder.
  5. Die Dele­gier­ten nach § 9, Abs. 4 und 5 haben bera­tende Stimme, neh­men jedoch an der Wahl des Prä­si­den­ten der Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung — Schle­si­sche Lan­des­ver­tre­tung — teil.

§ 10 (Dele­gierte der ordent­li­chen Mit­glie­der)

  1. Jede Lan­des­gruppe hat grund­sätz­lich eine Stimme. Die wei­tere Stim­men­zahl rich­tet sich nach der Anzahl der Ein­zel­mit­glie­der in den in der jewei­li­gen Lan­des­gruppe zusam­men­ge­fass­ten Unter­grup­pen. Hier­bei ist die Zahl maß­ge­bend, auf­grund der die Mit­glieds­bei­träge an die Bun­des­ge­schäfts­stelle gezahlt wer­den. Die bei der Bun­des­lands­mann­schaft geführ­ten Ein­zel­mit­glie­der gem. § 4 Abs. 1 Satz 3 wer­den der Lan­des­gruppe ihres Wohn­sit­zes zuge­rech­net. Über­schrei­tet diese Mit­glie­der­zahl der genann­ten Gruppe die Zahl 500, so steht ihr für jede wei­te­ren ange­fan­ge­nen 500 eine wei­tere Stimme zu.
  2. Die Fest­stel­lung der Mit­glie­der­zah­len erfolgt ein­mal im Jahr, und zwar zum 01. Januar für das lau­fende Kalenderjahr.
  3. Das Stimm­recht ruht, wenn die zu leis­ten­den Bei­träge im Rück­stand sind. Aus­nah­men bedür­fen eines Beschlus­ses der Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung  - Schle­si­sche Lan­des­ver­tre­tung -. Wer­den die Mit­glie­der­zah­len nicht bis zum     Stich­tag gemel­det, gel­ten die des Vor­jah­res. Falls begrün­dete Zwei­fel an der Rich­tig­keit der gemel­de­ten Mit­glie­der­zah­len beste­hen, kann der geschäfts­füh­rende Bun­des­vor­stand eine Nach­prü­fung durch die Kas­sen­prü­fer verlangen.
  4. Die Namen der Dele­gier­ten sind von den Lan­des­grup­pen unauf­ge­for­dert — spä­tes­tens drei Wochen vor der Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung — Schle­si­sche  Lan­des­ver­tre­tung — der Bun­des­ge­schäfts­stelle mitzuteilen.

§ 11 (Dele­gierte der kor­po­ra­ti­ven Mit­glie­der; för­dernde Mit­glie­der)

  1. Die kor­po­ra­ti­ven Mit­glie­der sind berech­tigt, zu der Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung — Schle­si­sche Lan­des­ver­tre­tung — Dele­gierte zu entsenden.
  2. Jedes kor­po­ra­tive Mit­glied hat grund­sätz­lich eine Stimme. Wei­tere Stim­men ermit­teln sich nach § 10.
  3. Das Stimm­recht ruht, wenn die zu leis­ten­den Bei­träge im Rück­stand sind.  Aus­nah­men bedür­fen eines Beschlus­ses der Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung — Schle­si­sche Landesvertretung -.
  4. Die Namen der Dele­gier­ten sind der Bun­des­ge­schäfts­stelle spä­tes­tens drei Wochen vor der Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung  –Schle­si­sche Lan­des­ver­tre­tung– unauf­ge­for­dert mitzuteilen.
  5. Die Inter­es­sen der för­dern­den Mit­glie­der wer­den durch den geschäfts­füh­ren­den Bun­des­vor­stand der Lands­mann­schaft Schle­sien in der Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung — Schle­si­sche Lan­des­ver­tre­tung — wahrgenommen.

§ 12 (Ein­be­ru­fung und Lei­tung der Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung
– Schle­si­sche Lan­des­ver­tre­tung -)

a) Eine ordent­li­che Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung — Schle­si­sche Lan­des­ver­tre­tung — soll min­des­tens ein­mal im Jahre statt­fin­den. Sie wird vom Prä­si­den­ten der Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung — Schle­si­sche Lan­des­ver­tre­tung — im Beneh­men mit dem Bun­des­vor­sit­zen­den der Lands­mann­schaft Schle­sien — Nie­der– und Ober­schle­sien -, unter schrift­li­cher Mit­tei­lung der Tages­ord­nung und des Tagungs­or­tes mit einer Frist von sechs Wochen an die Mit­glie­der des Bun­des­vor­stan­des direkt und an die Dele­gier­ten über die Lan­des­grup­pen bzw. über die kor­po­ra­ti­ven Mit­glie­der­ver­bände einberufen.

b) Eine außer­or­dent­li­che Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung — Schle­si­sche Lan­des­ver­tre­tung — ist durch den Prä­si­den­ten der Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung — Schle­si­sche Lan­des­ver­tre­tung — in Abspra­che mit dem Bun­des­vor­sit­zen­den oder einem sei­ner Stell­ver­tre­ter mit einer Frist von längs­tens drei Wochen nach Ein­gang des Antra­ges, der von min­des­tens einem Drit­tel der Mit­glie­der (§ 4 1. und 2.) gestellt sein muss, ein­zu­be­ru­fen. Hier­bei ist die Tages­ord­nung mitzuteilen.

Der Prä­si­dent der Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung — Schle­si­sche Landes-vertretung — kann im Beneh­men mit dem Bun­des­vor­sit­zen­den oder einem sei­ner Stell­ver­tre­ter eine außer­or­dent­li­che Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung — Schle­si­sche Lan­des­ver­tre­tung — ein­be­ru­fen, wenn drin­gende Gründe hier­für vorliegen.

c) Der Prä­si­dent der Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung — Schle­si­sche Lan­des­ver­tre­tung — , im Ver­hin­de­rungs­fall der Bun­des­vor­sit­zende oder einer sei­ner Stell­ver­tre­ter, lei­tet die Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung — Schle­si­sche Landesvertretung -.

§ 13 (Anträge für die Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung
– Schle­si­sche Lan­des­ver­tre­tung -)

Anträge für die Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung — Schle­si­sche Lan­des­ver­tre­tung — sind spä­tes­tens zwei Wochen vor der Tagung bei der Bun­des­ge­schäfts­stelle ein­zu­rei­chen. Anträge, die inner­halb einer kür­ze­ren Frist gestellt wer­den, kön­nen nur dann in der Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung — Schle­si­sche Lan­des­ver­tre­tung — behan­delt wer­den, wenn zwei Drit­tel der anwe­sen­den Dele­gier­ten der Behand­lung zustimmen.

§ 14 (Beschluss­fä­hig­keit der Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung
– Schle­si­sche Lan­des­ver­tre­tung -)

  1. Die Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung — Schle­si­sche Lan­des­ver­tre­tung — ist bei Anwe­sen­heit von min­des­tens 50 % der in § 9, Ziff. 1–3 bezeich­ne­ten Dele­gier­ten beschlussfähig.
  2. Es kann jedoch für den Fall, dass diese Zahl der Dele­gier­ten nicht erreicht wird, zu einer wei­te­ren Dele­gier­ten­ver­samm­lung an dem sel­ben Tage mit einer spä­te­ren Uhr­zeit unter Angabe der Tages­ord­nung ein­ge­la­den wer­den. Dar­auf ist in der schrift­li­chen Ein­la­dung hin­zu­wei­sen. Die §§ 12 und 13 der Bun­des­sat­zung gel­tend entsprechend.
  3. Die Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung — Schle­si­sche Lan­des­ver­tre­tung – bestellt eine Man­dats­prü­fungs­kom­mis­sion aus fünf Mit­glie­dern, die die Stimm­be­rech­ti­gung der Dele­gier­ten der Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung — Schle­si­sche Lan­des­ver­tre­tung — zu über­prü­fen hat.

§ 15 (Auf­ga­ben der Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung
– Schle­si­sche Lan­des­ver­tre­tung -)

1. Die Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung — Schle­si­sche Lan­des­ver­tre­tung – hat fol­gende Aufgaben:

a) Wahl des Prä­si­den­ten der Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung — Schle­si­sche Lan­des­ver­tre­tung -;
b) die Bera­tung und Beschluss­fas­sung über grund­sätz­li­che Fra­gen gemäß § 1 der Sat­zung;
c) die Beschluss­fas­sung über:

  1. den Rechnungsprüfungsbericht,
  2. die Ent­las­tung des Bundesvorstandes,
  3. die Wahl des Bun­des­vor­stan­des (aus­ge­nom­men die Vor­stands­mit­glie­der zu § 16, Nr. 8,10,11,12,13 und 15),
  4. die Abbe­ru­fung des Bun­des­vor­stan­des oder ein­zel­ner Bun­des­vor­stands­mit­glie­der aus wich­ti­gen Gründen,
  5. die Fest­set­zung der Bei­träge gemäß § 6 der Satzung,
  6. die Ver­ab­schie­dung des Haushalts,
  7. die Wahl von zwei Rech­nungs­prü­fern und zwei Ver­tre­tern. Die Rech­nungs­prü­fer und Ver­tre­ter dür­fen nicht Mit­glie­der des Bun­des­vor­stan­des sein. Ihre Wie­der­wahl ist nur zwei­mal zulässig,
  8. die Wahl zum Bundesehrenvorsitzenden,
  9. Erstel­lung und Ver­ab­schie­dung einer Geschäftsordnung.

§ 16 (Bun­des­vor­stand)

a) Der Bun­des­vor­stand besteht aus:

  1. den Bundesehrenvorsitzenden,
  2. dem Bundesvorsitzenden,
  3. zwei gleich­be­rech­tig­ten stell­ver­tre­ten­den Bundesvorsitzenden,
  4. dem Bundesschriftführer,
  5. dem Bun­des­schatz­meis­ter, bei Ver­hin­de­rung dem stell­ver­tre­ten­den Bundesschatzmeister,
  6. dem Pressereferenten,
  7. den Vor­sit­zen­den der Landesgruppen,
  8. dem Prä­si­den­ten der Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung — Schle­si­sche Landesvertretung -,
  9. dem Vor­sit­zen­den des Arbeits­krei­ses Ostoberschlesien,
  10. dem Prä­si­den­ten des Schle­si­schen Kreis-, Städte– und Gemeindetages,
  11. dem Bundeskulturreferenten,
  12. der Bundesfrauenreferentin,
  13. dem Vor­sit­zen­den des Stif­tungs­ra­tes der Stif­tung Schlesien.

b) Die unter 2. — 5. genann­ten Vor­stands­mit­glie­der bil­den den geschäfts­füh­ren­den Bun­des­vor­stand. 
c) Schei­det ein Bun­des­vor­stands­mit­glied aus, wird die Neu­wahl in der nach­fol­gen­den Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung — Schle­si­sche Lan­des­ver­tre­tung — vor­ge­nom­men. Ein nach­ge­wähl­tes Vor­stands­mit­glied übt sein Amt nur für den Rest der Amts­zeit des Bun­des­vor­stan­des aus.
d) Der Bun­des­schatz­meis­ter und sein Stell­ver­tre­ter dür­fen nicht gleich­zei­tig das Amt als Schatz­meis­ter in einer Lan­des­gruppe inne­ha­ben.
e) Eine Ver­tre­tung der Vor­sit­zen­den der Lan­des­grup­pen ist zuläs­sig.
f)
Der geschäfts­füh­rende Bun­des­vor­stand ist berech­tigt, zur Behand­lung beson­de­rer Fra­gen von Fall zu Fall Sach­kun­dige zu den Bera­tun­gen des Bun­des­vor­stan­des hin­zu­zu­zie­hen, Per­so­nen mit beson­de­ren Auf­ga­ben zu betrauen und Fach­aus­schüsse zu bil­den.
g) Die Mit­glie­der des Bun­des­vor­stan­des müs­sen Mit­glie­der der Lands­mann­schaft sein.

§ 17 (Auf­ga­ben des Bun­des­vor­stan­des)

  1. Der Bun­des­vor­stand voll­zieht die Beschlüsse der Bundesdelegierten-versammlung — Schle­si­sche Landesvertretung -.
  2.  Der geschäfts­füh­rende Bun­des­vor­stand führt die lau­fen­den Geschäfte. Zu sei­nen Auf­ga­ben gehört auch die Anstel­lung und Ent­las­sung des Bun­des­ge­schäfts­füh­rers sowie des wei­te­ren Per­so­nals der Bundesgeschäftsstelle.
  3. Der geschäfts­füh­rende Bun­des­vor­stand ist bei Bedarf vom Bun­des­vor­sit­zen­den oder im Falle sei­ner Ver­hin­de­rung von einem sei­ner Stell­ver­tre­ter ein­zu­be­ru­fen und bei Anwe­sen­heit von min­des­tens vier Mit­glie­dern beschlussfähig.

§ 18 (Gesetz­li­che Ver­tre­tung)

Der Bun­des­vor­sit­zende oder einer sei­ner Stell­ver­tre­ter ist der gesetz­li­che Ver­tre­ter der Lands­mann­schaft Schle­sien gemäß § 26 BGB.

Der Bun­des­vor­sit­zende soll die Rei­hen­folge der Ver­tre­ter schrift­lich festlegen.

§ 19 (Amts­dauer)

Die Amts­dauer der von der Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung — Schle­si­sche Lan­des­ver­tre­tung — gewähl­ten Organe beträgt zwei Jahre.

§ 20 (Beschluss­fas­sung)

a) Die Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung — Schle­si­sche Landesvertretung-, der Bun­des­vor­stand und der geschäfts­füh­rende Bun­des­vor­stand fas­sen ihre Beschlüsse mit ein­fa­cher Stim­men­mehr­heit der erschie­ne­nen oder ver­tre­te­nen Stimm­be­rech­tig­ten, sofern diese Sat­zung nicht eine qua­li­fi­zierte Mehr­heit erfordert.

Bei Gleich­heit der abge­ge­be­nen Stim­men ent­schei­det im Bun­des­vor­stand und im geschäfts­füh­ren­den Bun­des­vor­stand der Bun­des­vor­sit­zende. Bei der Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung — Schle­si­sche Lan­des­ver­tre­tung — gilt der Antrag als abgelehnt.

b) Stimm­über­tra­gung bei der Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung — Schle­si­sche Lan­des­ver­tre­tung — ist mit schrift­li­cher Voll­macht bis zu zwei Stim­men möglich.

c) Die Wahl der Mit­glie­der des geschäfts­füh­ren­den Bun­des­vor­stan­des und des Prä­si­den­ten der Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung — Schle­si­sche Lan­des­ver­tre­tung — erfolgt geheim. Die Wahl der Vor­stands­mit­glie­der zu § 16 a) Ziff. 4 bis 6 kann durch offene Abstim­mung erfol­gen, wenn diese von einem Drit­tel der anwe­sen­den Dele­gier­ten bean­tragt wird.

Als gewählt gilt der­je­nige, der mehr als die Hälfte der abge­ge­be­nen Ja-Stimmen auf sich ver­ei­nigt. Stimm­ent­hal­tun­gen blei­ben dabei unbe­rück­sich­tigt.

d) Die Mit­glie­der des Bun­des­vor­stan­des sind bei der Beschluss­fas­sung zu § 15 c Ziff. 1 bis 4 nicht stimm­be­rech­tigt, der Bun­des­schatz­meis­ter auch nicht bei § 15 c Ziff. 6 und 7.

§ 21 (Pro­to­koll)

Über die Sit­zun­gen des Bun­des­vor­stan­des und der Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung — Schle­si­sche Lan­des­ver­tre­tung — ist ein Pro­to­koll zu füh­ren, das vom Bun­des­vor­sit­zen­den bzw. vom Lei­ter der Sit­zung und dem Schrift­füh­rer oder Pro­to­koll­füh­rer zu unter­zeich­nen ist. Das Pro­to­koll ist den Mit­glie­dern des Bun­des­vor­stan­des sowie der Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung — Schle­si­sche Lan­des­ver­tre­tung — bin­nen zwei Mona­ten zuzuleiten.

§ 22 (Gemein­nüt­zig­keit)

Die Lands­mann­schaft Schle­sien — Nie­der– und Ober­schle­sien — ver­folgt aus­schließ­lich und unmit­tel­bar gemein­nüt­zige Zwe­cke im Sinne des Abschnitts “Steu­er­be­güns­tigte Zwe­cke” der Abga­ben­ord­nung nach Maß­gabe der in § 1 die­ser Sat­zung genann­ten Auf­ga­ben. Hier­für beste­hende oder noch zu schaf­fende Ein­rich­tun­gen — Kul­tur­stelle, Archiv, Bild­stelle, Nach­rich­ten­blatt usw. — stel­len keine Erwerbs­un­ter­neh­men dar.

Die Lands­mann­schaft Schle­sien — Nie­der– und Ober­schle­sien — ist selbst­los tätig. Sie ver­folgt nicht in ers­ter Linie eigen­wirt­schaft­li­che Zwecke.

Die Mit­tel der Lands­mann­schaft Schle­sien — Nie­der– und Ober­schle­sien — dür­fen nur für die sat­zungs­ge­mä­ßen Zwe­cke ver­wen­det wer­den. Die Mit­glie­der erhal­ten keine Zuwen­dun­gen aus Mit­teln der Lands­mann­schaft Schlesien.

Es darf nie­mand durch Aus­ga­ben, die dem Zweck der Lands­mann­schaft Schle­sien fremd sind, begüns­tigt wer­den. Dies gilt glei­cher­ma­ßen für unver­hält­nis­mä­ßig hohe Vergütungen.

Bei Auf­lö­sung oder Auf­he­bung der Lands­mann­schaft Schle­sien oder Weg­fall ihres bis­he­ri­gen Zwe­ckes fällt das Ver­mö­gen der Lands­mann­schaft Schle­sien an den “Ver­ein Haus Schle­sien”, Sitz Königs­win­ter, zur Ver­wen­dung für die gemein­nüt­zi­gen Zwe­cke die­ses Vereins.

§ 23 (Sat­zungs­än­de­run­gen)

Ände­run­gen der Sat­zung kön­nen nur von der Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung — Schle­si­sche Lan­des­ver­tre­tung — mit Dreiviertel-Mehrheit der anwe­sen­den Mit­glie­der (§ 9, Ziff. 1–3) beschlos­sen wer­den. Über einen Antrag auf Sat­zungs­än­de­rung kann nur abge­stimmt wer­den, wenn er min­des­tens sechs Wochen vor Beginn der Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung — Schle­si­sche Lan­des­ver­tre­tung — beim Bun­des­vor­sit­zen­den ein­ge­reicht wor­den ist.

Die­ser ist ver­pflich­tet, min­des­tens vier Wochen vor Beginn der Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung — Schle­si­sche Lan­des­ver­tre­tung — den Antrag den Mit­glie­dern des Bun­des­vor­stan­des und über die Lan­des­grup­pen bzw. über die kor­po­ra­ti­ven Mit­glie­der den Dele­gier­ten der Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung — Schle­si­sche Lan­des­ver­tre­tung — zuzustellen.

§ 24 (Auf­lö­sung)

Die Auf­lö­sung der Lands­mann­schaft Schle­sien — Nie­der– und Ober­schle­sien — kann von der Bun­des­de­le­gier­ten­ver­samm­lung — Schle­si­sche Lan­des­ver­tre­tung — nur dann beschlos­sen wer­den, wenn drei Vier­tel der Mit­glie­der (§ 9 Ziff. 1–3) die Auf­lö­sung beschließen.

§ 25 (Inkraft­tre­ten)

Die Sat­zung tritt mit dem Zeit­punkt der Ein­tra­gung beim Regis­ter­ge­richt in Kraft.

Ein­ge­tra­gen am 22. Mai 2009  im Ver­eins­re­gis­ter beim Amts­ge­richt Sieg­burg unter  VR 90629.