Das Schlesierkreuz als Überraschung

Ehrung für Mar­ga­rete Ziegler-Raschdorf bei Emp­fang im Stadt­schloss

Schlesierkreuz für Ziegler-RaschdorfFULDA (jo) Über­ra­schung beim Emp­fang im Grü­nen Zim­mer des Ful­daer Stadt­schlos­ses: Die lang­jäh­rige Hes­si­sche Lan­des­be­auf­tragte für Hei­mat­ver­trie­bene und Spät­aus­sied­ler, Mar­ga­rete Ziegler-Raschdorf, ist im Rah­men eines städ­ti­schen Emp­fangs für die Lands­mann­schaft Schle­sien durch den Bun­des­vor­sit­zen­den der Land­mann­schaft, Ste­phan Rau­hut, mit dem „Schle­si­er­kreuz“ aus­ge­zeich­net wor­den. Nach dem „Schle­si­er­schild“ ist das Schle­si­er­kreuz die zweit­höchste Aus­zeich­nung des Verbands.

Ziegler-Raschdorf sei in ihrer Funk­tion als Lan­des­be­auf­tragte ein Vor­bild für viele „Nach­ah­mer“ in ande­ren Bun­des­län­dern gewe­sen. Hes­sen sei mit dem Pos­ten Vor­rei­ter in ganz Deutsch­land gewe­sen, und Ziegler-Raschdorf habe mit ihrem Bei­spiel hohe Maß­stäbe gesetzt, sagt Bun­des­vor­sit­zen­der Rau­hut. „Sie kämpft für ihre die Sache wie eine Löwin für ihre Jun­gen und lässt sich durch Büro­kra­tie nicht abschre­cken“, lobte Rau­hut die gebür­tige Ober­schle­sie­rin, die in Fulda hei­misch gewor­den ist. Rau­hut nahm die Ehrung gemein­sam mit Klaus Plasz­c­zek, dem Bun­des­vor­sit­zen­den der Lands­mann­schaft der Ober­schle­sier, sowie Dr. Gott­hard Schnei­der, dem Prä­si­den­ten der Schle­si­schen Lan­des­ver­tre­tung, vor. Für die Stadt Fulda hatte Stadt­rä­tin Hei­de­linde Wein­ber­ger die Gäste zum Emp­fang begrüßt und den Dele­gier­ten eine ange­nehme und ertrag­rei­che Tagung in der „Jubi­lä­ums­stadt“ Fulda gewünscht. Ihr beson­dere Gra­tu­la­tion im Anschluss natür­lich auch der neuen Trä­ge­rin des Schle­si­er­kreu­zes, die auch Mit­glied der Ful­daer Stadt­ver­ord­ne­ten­ver­samm­lung ist.

Mar­ga­rete Ziegler-Raschdorf, die im Vor­feld nichts von der Aus­zeich­nung gewusst hatte, zeigte sich gerührt und geehrt zugleich. „Meine Füße ste­cken in Schle­sien, und Fulda ist meine Hei­mat“, sagte sie zu ihrem per­sön­li­chen Wer­de­gang. Das Schle­si­er­kreuz werde sie in beson­de­ren Ehren hal­ten, ver­sprach Ziegler-Raschdorf. Gleich­zei­tig mahnte sie mit Blick auf die bevor­ste­hende Euro­pa­wahl, nicht jenen Kräf­ten eine Stimme zu geben, die Natio­na­lis­mus und Abschot­tung auf ihre Fah­nen geschrie­ben hät­ten. Die Ver­trie­be­nen­ver­bände hät­ten dage­gen bereits 1950 mit ihrer Charta den Weg für die euro­päi­sche Aus­söh­nung und Eini­gung geeb­net, sagte Ziegler-Raschdorf. 

Im Anschluss an den Emp­fang tag­ten die Bun­des­vor­stände der Land­mann­schaft Schle­sien – Nie­der– und Ober­schle­sien e.V. sowie die Land­mann­schaft der Ober­schle­sier e.V. erst­mals gemein­sam. Tags dar­auf tra­fen sich die Dele­gier­ten der Lands­mann­schaft Schle­sien zu ihrer Bun­des­de­le­gier­ten­ta­gung im Ful­daer Boni­fa­ti­us­haus. Bun­des­vor­sit­zen­der Rau­hut nannte Fulda einen „geschichts– und sym­bol­träch­ti­gen Ort“, der wie geschaf­fen für die weg­wei­sen­den Sit­zun­gen der Schle­sier­ver­bände sei und dankte für die Gastfreundschaft.

 

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>