Schüler aus Oberschlesien zu Gast bei der Landsmannschaft Schlesien

Vom 12. bis 17. April waren Schülerinnen und Schüler aus Hindenburg (Zabrze) im Rahmen des zweiten Teils der Seminarreihe „Deutsche und Polen – Europäische Ost-West-Nachbarschaft“ zu Gast in Königswinter. Die Seminarreihe wird von der Landsmannschaft Schlesien veranstaltet. Unter der bewährten Leitung von Joachim Karwoczik und Bundesgeschäftsführer Damian Spielvogel sowie mit Unterstützung von Tobias Schulz, Bundesvorsitzender der Jugendorganisation „Junges Schlesien“, erlebten die Teilnehmer fünf intensive und abwechslungsreiche Seminartage im Haus Schlesien.
Nach der Anreise am Sonntag stand zunächst das Kennenlernen und die Einführung in die Thematik im Mittelpunkt. Am Montag startete das inhaltliche Programm mit einer Einführungsdiskussion zur Arbeit der Landsmannschaft Schlesien, bevor es am Nachmittag nach Köln ging. Dort begaben sich die Schülerinnen und Schüler auf die Spuren Schlesiens im Rheinland und besichtigten unter anderem den Kölner Dom, dessen Vollendung im 19. Jahrhundert maßgeblich durch den aus Schlesien stammenden Dombaumeister Ernst Friedrich Zwirner geprägt wurde.
Der Dienstag stand ganz im Zeichen von inhaltlicher Vertiefung und intensivem Austausch: In Gruppenarbeiten und Diskussionsrunden setzten sich die Teilnehmer mit zentralen Fragen wie „Was ist Schlesien?“ und „Wer ist Schlesier?“ auseinander. Besonders intensiv wurde über die Bedeutung schlesischer Lebensläufe für die deutsch-polnische Verständigung diskutiert.
Am Mittwoch standen Geschichte und Politik im Fokus: Nach einer Führung durch das Museum im Haus Schlesien führte der Weg nach Bonn. Im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland sowie im ehemaligen Regierungsviertel erhielten die Teilnehmer spannende Einblicke in die deutsche Zeitgeschichte. Ein Besuch im Beethoven-Haus rundete den Tag ab.
Der Donnerstag führte schließlich ins Ruhrgebiet: Bei der Besichtigung der Zeche Zollverein in Essen wurde der Strukturwandel der Region eindrucksvoll vermittelt. Am Nachmittag stand die Bewahrung schlesischen Kulturguts im Mittelpunkt – am Beispiel der Hindenburger Heimatsammlung sowie der Städtepartnerschaft zwischen Essen und Hindenburg (Zabrze).
Neben den fachlichen Inhalten bot das Seminar vor allem Raum für persönlichen Austausch, neue Perspektiven und gelebte europäische Nachbarschaft.