Bundesdelegiertenversammlung der Landsmannschaft Schlesien wählt neue Führungsgremien
Am 12. Juni 2026 fand im Paul-Löbe-Haus des Deutschen Bundestages in Berlin die Bundesdelegiertenversammlung der Landsmannschaft Schlesien statt. Delegierte aus den Landes- und Kreisgruppen kamen zusammen, um Bilanz des vergangenen Jahres zu ziehen, Weichen für die zukünftige Arbeit zu stellen und den Gemeinschaftssinn zu stärken.

Ein zentraler Punkt der Bundesdelegiertenversammlung war die Neubesetzung der Führungsgremien: Nach dem Totengedenken durch den scheidenden Präsidenten der Bundesdelegiertenversammlung / Schlesische Landesvertretung Peter Beyer MdB und dem Bericht des Bundesvorsitzenden Stephan Rauhut wählten die Delegierten Veronika Bode MdL zur neuen Präsidentin und bestätigten Stephan Rauhut im Amt des Bundesvorsitzenden. Zu seinen beiden Stellvertretern wurden Dr. Heinz-Werner Fleger und Michael Giller gewählt.
Auch die weiteren Vorstandsämter wurden bestätigt bzw. neu besetzt: Peter Damaschek bleibt Bundesschriftführer, Tobias Schulz führt weiterhin das Amt des Bundesschatzmeisters aus. Neu in das Amt des stellvertretenden Bundesschatzmeisters wurde Klaus Skrzipietz gewählt. Anneliese Woschke wurde erneut als Bundeskulturreferentin und Bundesfrauenreferentin bestätigt und führt beide Aufgabenbereiche weiterhin in Personalunion. Die Landsmannschaft Schlesien setzt damit auf Kontinuität, Erfahrung und neue Impulse für die zukünftige Arbeit der Gemeinschaft.
Neben dem Rückblick auf die vergangene Arbeit und den Vorstandswahlen standen auch organisatorische und finanzielle Fragen auf der Tagesordnung. Der Finanzbericht zeigte eine solide und verantwortungsbewusste Haushaltsführung der Landsmannschaft Schlesien. Zugleich wurde deutlich, dass die Herausforderungen für die Vertriebenenarbeit angesichts des fortschreitenden Verlusts der Erlebnisgeneration wachsen. Die Delegierten betonten daher die Notwendigkeit, die Arbeit in den Kreis- und Ortsgruppen nachhaltig zu stärken und die kulturelle Identität sowie das schlesische Erbe auch für kommende Generationen zu bewahren. In diesem Zusammenhang appellierten die Anwesenden an die Politik, ihrer Verantwortung und den Verpflichtungen aus § 96 des Bundesvertriebenengesetzes weiterhin gerecht zu werden. Ein besonderer Dank galt dem Team der Bundesgeschäftsstelle in Königswinter um Bundesgeschäftsführer Damian Spielvogel für die geleistete Arbeit.
Ein hoffnungsvolles Zeichen zum Abschluss der Bundesdelegiertenversammlung: Die Landsmannschaft Schlesien blickt geschlossen und zuversichtlich in die Zukunft. Verbunden durch Herkunft, Erinnerung und den kulturellen Reichtum ihrer Tradition bleibt die Gemeinschaft der Schlesier lebendig – gestern, heute und morgen.