Ein Wort in eigener Sache …

Vom stell­ver­tre­ten­den Bun­des­vor­sit­zen­den, Dr. Heinz-Wer­ner Fle­ger

Dr. Heinz-Werner Fle­ger

Dr. Heinz-Wer­ner Fle­ger, Stell­ver­tre­ten­der Bun­des­vor­sit­zender

Zum Jah­res­en­de 2018 und zum Beginn des neu­en Jah­res 2019 möch­te ich die Gele­gen­heit nut­zen, Ihnen ein paar Wor­te zu schrei­ben.

Es ist Brauch, zum Ende des Jah­res die Gele­gen­heit zu nut­zen, auf das alte Jahr zurück­zu­bli­cken. Dabei fällt die Bilanz bei jedem Ein­zel­nen recht unter­schied­lich aus. Wenn man sei­nen Lebens­rhyth­mus in gewohn­ter Wei­se bei guter Gesund­heit und mit wenig Sor­gen erle­ben durf­te, so spricht man von einem guten Jahr. Ist der Ver­lust eines lie­ben Mit­men­schen zu bekla­gen, der eine gro­ße Lücke im gewohn­ten Lebens­all­tag hin­ter­lässt, so ist das Jahr nicht so posi­tiv ver­lau­fen. Auch in die­sem Jahr muss­te unse­re Lands­mann­schaft Schle­si­en sich von vie­len treu­en Hei­mat­freun­den ver­ab­schie­den. So sehr wir auch um die­se Ver­lus­te trau­ern, so wis­sen wir — gestärkt durch unse­ren Glau­ben, dass es ein Leben nach dem Tod gibt — dass es wie­der bes­se­re Zei­ten geben wird. Lei­der gibt es aber auch Mit­men­schen, die an einer schwe­ren Krank­heit lei­den und das ver­gan­ge­ne Jahr in einem dunk­len Licht sehen und mit gro­ßen Ängs­ten das kom­men­de Jahr erwar­ten.

Mei­ne Gedan­ken beschäf­ti­gen sich nicht nur mit dem ver­gan­ge­nen Jahr. Sie beschäf­ti­gen sich viel­mehr mit den letz­ten 5 Jah­ren. Ja, so lan­ge ist es her, dass ich als völ­lig uner­fah­re­ner „Lands­mann“ in den geschäfts­füh­ren­den Bun­des­vor­stand der Lands­mann­schaft Schle­si­en gewählt wur­de. Für mich war und ist die­ser Vor­gang ver­gleich­bar mit dem Auf­stieg aus der „Kreis­klas­se in die Bun­des­li­ga“. Eigent­lich woll­te ich jeman­den unter­stüt­zen, der sich bis dahin sehr ver­dient um die Lands­mann­schaft gemacht hat­te. Der Ein­stieg in die Geschäfts­füh­rung erwies sich jedoch als sehr tur­bu­lent, denn die Lands­mann­schaft Schle­si­en stand qua­si vor dem Aus. Dem erfah­re­nen Peter Groß­pietsch und dem neu gewähl­ten Bun­des­vor­sit­zen­den Ste­phan Rau­hut sowie einem enga­gier­ten Team im geschäfts­füh­ren­den Bun­des­vor­stand war es zu ver­dan­ken, dass das unvor­stell­ba­re Unglück ver­mie­den wer­den konn­te.

Trotz mei­ner anfäng­li­chen Uner­fah­ren­heit konn­te ich mich mit Hil­fe die­ses tol­len Teams gut ein­le­ben und ein­ar­bei­ten. Beson­ders Peter Groß­pietsch war für mich ein guter Lehr­meis­ter. Ein äußerst emsi­ger geschäfts­füh­ren­der Vor­stand arbei­tet flei­ßig dar­an, das Image der Lands­mann­schaft Schle­si­en zu ver­bes­sern und vor allem dar­an, sich den The­men rund um die Hei­mat Schle­si­en zu wid­men. Bli­cke ich auf die­se fünf Jah­re zurück, so ist die­ses Vor­ha­ben durch­aus gut gelun­gen. Hier­zu haben sicher­lich die Akti­vi­tä­ten des Bun­des­vor­sit­zen­den Ste­phan Rau­hut beson­ders bei­getra­gen.

Frü­her ging ich aller­dings völ­lig naiv davon aus, dass alle Mit­glie­der der Lands­mann­schaft Schle­si­en die­se idea­len Zie­le zum Woh­le unse­rer Hei­mat Schle­si­en ver­fol­gen. Dies soll­te sich jedoch als Irr­tum erwei­sen: Völ­lig neu war für mich die Erfah­rung, dass es tat­säch­lich füh­ren­de Kräf­te inner­halb der Gemein­schaft der Lands­mann­schaft Schle­si­en gibt, deren Ziel es offen­sicht­lich ist, der Bun­des­lands­mann­schaft mög­lichst gro­ßen Scha­den zuzu­fü­gen. Die­se Per­so­nen schei­nen sich ent­we­der nicht der Fol­gen bewusst zu sein oder gar noch schlim­mer: Sie neh­men die Fol­gen vor­sätz­lich in Kauf. Ich per­sön­lich kann es mir nicht vor­stel­len, dass es ech­te Freun­de der Hei­mat Schle­si­en oder ech­te Kämp­fer für den Erhalt der schle­si­schen Kul­tur gibt, die wirk­lich ein solch ver­werf­li­ches und auch für die Hei­mat Schle­si­en gefähr­li­ches Ziel ver­fol­gen. Ich will an die

Ver­nunft die­ser „Wider­ständ­ler“ appel­lie­ren, aller­dings befürch­te ich, dass in die­sem Fall die Ver­nunft völ­lig ver­lo­ren gegan­gen ist. Unser geschäfts­füh­ren­der Bun­des­vor­stand möch­te sich den Auf­ga­ben wid­men, für die die Lands­mann­schaft Schle­si­en gegrün­det wor­den ist. Wenn auch die Appel­le an gewis­se Per­so­nen sinn­los erschei­nen, so möch­te ich doch an alle ver­nünf­ti­gen Mit­strei­ter appel­lie­ren, die­se Angrif­fe gegen unse­re Bun­des­lands­mann­schaft durch ein ein­deu­ti­ges „Pro-Bun­des­lands­mann­schaft-Votum“ zu stop­pen, bevor es zu spät ist!!! Ich per­sön­lich möch­te mich Auf­ga­ben wid­men, die der Hei­mat Schle­si­en die­nen. Die andau­ern­den Ver­su­che, der Bun­des­lands­mann­schaft irrepa­ra­ble Schä­den zuzu­fü­gen, wir­ken dage­gen demo­ti­vie­rend.

Wenn Sie auch aus der letz­ten Pas­sa­ge eini­ge nega­ti­ve Äuße­run­gen ent­neh­men kön­nen, so ver­spre­che ich Ihnen, dass unser geschäfts­füh­ren­der Bun­des­vor­stand wei­ter­hin alles geben wird, sich den „guten Auf­ga­ben“ zum Woh­le unse­rer Hei­mat zu wid­men. Der Erhalt der schle­si­schen Kul­tur stellt auch wei­ter­hin eine gro­ße Her­aus­for­de­rung dar. Die Auf­ga­ben sind nicht ein­fach – sie wer­den aber wei­ter­hin mit vol­lem Enga­ge­ment erfüllt.

Ich möch­te es zum Abschluss nicht ver­säu­men, Ihnen für Ihre Treue und für Ihre Spen­den zu dan­ken. Blei­ben Sie uns treu und unter­stüt­zen Sie uns wei­ter­hin mit Ihren Spen­den und Ihrer Mit­glied­schaft. Eine wei­te­re beson­ders gute Mög­lich­keit Ihrer Unter­stüt­zung ist Ihr Besuch beim nächs­ten Deutsch­land­tref­fen vom 14.–16.06.2019 in Han­no­ver. Brin­gen Sie Ihre Kin­der, Ihre Freun­de und Bekann­ten mit zum gro­ßen Fami­li­en­tref­fen „Wir sind Schle­si­en“ und ich ergän­ze: Wir blei­ben Schle­si­en!

In die­sem Sin­ne wün­sche ich Ihnen einen guten Rutsch in das Neue Jahr. Für 2019 wün­sche ich Ihnen alles erdenk­lich Gute, Glück, Gesund­heit und Got­tes Segen. Den Trau­ern­den wün­sche ich Trost und den Kran­ken: Wer­den Sie gesund und ver­lie­ren Sie nie die Hoff­nung!


ps Pres­se­dienst Schle­sien Nr. 10/2018
Pres­se­in­for­ma­tio­nen der Lands­mann­schaft Schle­sien — Nie­der– und Ober­schle­sien e.V.
Bun­des­ge­schäfts­füh­rung: Dol­len­dor­fer Str. 412, 53639 Königs­win­ter
Tel.: (02244) 9259–0, Fax: (02244) 9259–290
E-Mail: presse@landsmannschaft-schlesien.de

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